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Beratung und Präventionsangebote

In diesem Bereich finden Sie Informationen zu den Themen:

  • K.O.-Tropfen mit dem Wirkstoff GBL/GHB
  • Neue Medien
  • Schulferienkalender
  • Gewaltprävention
  • Sucht

K.O.-Tropfen mit dem Wirkstoff GBL/GHB

Die Substanzen GHB/GBL:

GHB ist ein Narkosemittel, das in der Medizin nur noch selten Verwendung findet.
GBL ist eine Substanz, die v. a. in Reinigungs- und Lösungsmitteln enthalten ist.
Bei Einnahme wird GBL im Körper schnell in GHB umgewandelt.

Wirkung von GBL:

Immer wieder kommt es auf öffentlichen Veranstaltungen, Partys, Feiern etc. zu (sexueller) Gewalt im Zusammenhang mit sog. K.O.-Tropfen. Im Kreisjugendamt Ebersberg landen dann punktuell Informationen, die darauf hindeuten, dass K.O.-Tropfen missbräuchlich eingesetzt wurden.
Vermeintliche Opfer berichten von plötzlich auftretenden Rauschzuständen: „mir wurde plötzlich schwindelig und schlecht“, „ich war ganz benommen!“, „ich hatte Angst ohnmächtig zu werden!“ Dies, obwohl die Opfer nur wenig oder keinen Alkohol getrunken hatten.
Indizien also, die auf K.O.-Tropfen hindeuten, sind vor allem: Schwindel, Unwohlsein, Verwirrtheit, Schläfrigkeit. Dies passiert plötzlich und verstärkt sich sehr schnell. Am Ende steht oft die Bewusstlosigkeit; die Opfer wissen absolut nichts mehr von den letzten Stunden.
Gerade deshalb werden K.O.-Tropfen als sog. Vergewaltigungsdroge bezeichnet und kriminell missbraucht.
Bei Mischkonsum, v. a. mit Alkohol oder Medikamenten, kann es sogar zu einem Atemstillstand kommen. Todesfälle in Deutschland sind bekannt.

Das Problem mit GBL:

Weil sie der Körper schnell abbaut , sind K.O.-Tropfen nur wenige Stunden in Blut- bzw. Urinproben nachweisbar. Medizinisches Personal müsste darauf achten, bei einem Notfall nicht nur auf Alkohol und/oder Drogen zu testen, sondern auch auf GBL/GHB.
Vermeintliche Opfer schämen sich oft, zum Arzt oder zur Polizei zu gehen. Wenn sie sich dann doch dazu entscheiden, ist die Nachweiszeit meist bereits abgelaufen.

Schutz und Hilfe:

Schutz:

  • Sein Getränk nicht unbeobachtet lassen, sondern am Besten in der Hand halten und die Öffnung mit Handfläche oder Finger verdecken!
  • Kein offenes Getränk von Fremden oder nicht vertrauenswürdigen Personen annehmen!
  • Mit Freund*innen beschließen, aufeinander zu achten!

Hilfe:

  • Bei ersten Anzeichen (s. o.) sollte man sich sofort an Freund*innen oder das Personal wenden!
  • Mit Begleitung die Veranstaltung verlassen!
  • Evtl. den Rettungsdienst bzw. Notarzt verständigen (lassen)! Bei einem Verdacht den Hinweis auf mögliche K.O.-Tropfen geben!

 

Safe it first! Die Aktion von Kreisjugendamt und Gesundheitsregion plus:

Das Kreisjugendamt und die Gesundheitsregion plus möchten mit ihrer Aktion: „Safe it first! Mit uns gegen K.O.-Tropfen“ mittels zweier Gegenstände, die sog. Bsafe discs und Spikeys, auf die Gefahren von K.O.-Tropfen hinweisen. Bsafe Disc und Spikeys mit Aktionskarte können selbstverständlich Getränke und Flaschen nicht völlig schützen! Vielmehr sind sie dazu gedacht, die Aufmerksamkeit von Partygänger*innen auf die Gefahren von K.O.-Tropfen zu lenken und eine Diskussion zu Schutzmaßnahmen anzufachen!

1. Bsafe disc:          

  

Die Bsafe Discs decken eine Glasöffnung ab und erschweren so das heimliche Einbringen von K.O.-Tropfen.

  

2. Spikeys mit Aktionskarte:

Spikeys sind Plastik-Pfropfen, die man in den Flaschenhals drücken kann. So ist das heimliche Einbringen von K.O.-Tropfen wesentlich erschwert. (Zum eigenen Mehrfachgebrauch ist der Pfropfen wieder entnehmbar)  – Die angehängte Aktionskarte informiert über Gefahren von und Maßnahmen gegen K.O.-Tropfen.

Wer sich an dieser Präventionsmaßnahme zum Schutz vor K.O.-Tropfen beteiligen möchte, kann die beiden Materialien zusätzlich mit Informationsplakaten kostenlos, aber nur persönlich beim Jugendschutzbeauftragten des Kreisjugendamtes oder bei der Sachbearbeiterin von Gesundheitsregion Plus abholen: Landratsamt Ebersberg, Eichthalstraße 5, 85560 Ebersberg, Tel: 08092-823 311.

Neue Medien

1. Smartphones

Das Thema Smartphone wird auch unter jüngeren Kindern immer wichtiger. Vielen Eltern stellt sich die Frage, ab wann sie ihrem Kind ein Smartphone geben können und sollten. Für diese und andere Fragen rund um Smartphone-Nutzung und Jugendschutz stehen unsere Fachkräfte kompetent zur Verfügung. Daneben organisiert das Team Präventive Jugendhilfe regelmäßig Vorträge zum Thema „Der richtige Umgang mit dem Smartphone“.
Die Beratungsstelle neon Prävention und Suchthilfe Rosenheim hat einen Ratgeber zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen herausgegeben. Diesen finden Sie unter: http://www.neon-rosenheim.de/2018/12/06/smartphone-unterm-weihnachtsbaum-ratgeber-fuer-eltern.html

2. Computerspiele und Internet

Das Kreisjugendamt berät zum Thema Computerspiele und Internet, insbesondere zu Fragen bzgl. exzessiver Nutzung, Suchtgefahren, Risikovorbeugung etc. Es liegen Informationsbroschüren aus; außerdem können Konzepte für die Präventionsarbeit zur Verfügung gestellt werden.
Viele wichtige Informationen finden Sie auch unter: www.klicksafe.de 

3. Cybermobbing

Cybermobbing als moderne Form des Mobbings mit digitalen Medien greift immer mehr um sich. Lehrkräfte beklagen schon Fälle im Grundschulbereich. Die Opfer leiden sehr darunter. Täter fühlen sich durch Mitläufer in ihrem – teilweise kriminellen – Handeln bestärkt. Andererseits ist nicht gleich jede Beleidigung, jede Zurückweisung oder jeder Streit in den Sozialen Medien mit Cybermobbing gleich zu setzen. „Von Mobbing spricht man dann, wenn jemand über einen längeren Zeitraum immer wieder von einer oder mehreren Personen schikaniert wird.“ (klicksafe.de „Ratgeber Cyber-Mobbing“) Das Kreisjugendamt berät, organisiert Präventionsveranstaltungen und Workshops und hält Fachvorträge.

Schulferienkalender

Eine Maßnahme im Bereich der Information und Prävention ist der Schulferienkalender im Scheckkartenformat, der jedes Jahr aktuell über die Schulen im Landkreis, die Gemeinden, die Polizei und verschiedene soziale Einrichtungen an die Kinder und Jugendlichen verteilt wird. Dieser Kalender erfreut sich unter den Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit. Er stellt auf der einen Seite in einer Jahresübersicht dar, wann in Bayern jeweils Schulferien sind. Die andere Seite des Kalenders ist jedes Jahr neu themenspezifisch zum Kinder- und Jugendschutz gestaltet: Zum Beispiel wird in zusammengefasster, anschaulicher und verständlicher Weise dargestellt, was für Kinder und Jugendliche nach dem Jugendschutzgesetz erlaubt ist und was nicht. Dieses Jahr haben wir unsere Kalender zu den Themen „Alkohol-Missbrauch“ und "Toleranz" gestaltet.

Gewaltprävention

Das Kreisjugendamt wirkt in vielen Bereichen daran mit, dass Kinder und Jugendliche möglichst keine Gewalttaten ausüben und auch vor solchen weitgehend geschützt werden. Unsere Fachkräfte nehmen z.B. an Diskussionen teil. Durch Zeitungsartikel und Broschüren wird auf das Thema eingegangen. Daneben finden viele allgemeinpräventive Aktionen statt, die Kinder und Jugendliche stark gegen viele Probleme machen sollen.

Sucht

Das Kreisjugendamt berät bei Fragen zum Thema Sucht nur, wenn eine eigene Zuständigkeit in anderer Sache besteht (Jugendgerichtshilfe, Pädagogische Hilfen etc.). Im Bereich der Suchtprävention ist mit finanzieller Unterstützung des Jugendamtes eine Fachkraft bei der Fachambulanz für Suchterkrankungen in Grafing tätig. Die Mitarbeiter des Jugendamtes vermitteln bei Suchtproblemen an entsprechende Fachstellen.

Ansprechpartner

Name Telefon Telefax Zimmer E-Mail
Ingo Pinkofsky
08092 823 311 08092 823 9311 4.27 ingo.pinkofsky@lra-ebe.de