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Schutz

Welche Möglichkeiten für Schutz gibt es? Wir stellen hier Angebote für Jugendliche vor, die in besonderen Situationen hilfreich sein können.

Natürlich gilt aber in einer Notsituation nach wie vor: Rettungskräfte und Polizei verständigen, nach Hilfe fragen, Aufsichtspersonal ansprechen, wie Sicherheitsdienst usw.

„Ist Luisa da?“

Einige Leute, darunter vor allem Jugendliche, haben von „Luisa“ oder „Luisa ist hier“ vielleicht schon einmal etwas gehört. Doch was hat es mit diesem Namen auf sich?

Was ist „Luisa ist hier“?

Es handelt sich hierbei um ein Hilfsangebot für Frauen und Mädchen, die sich beim Feiern bedrängt, nicht sicher oder bedroht fühlen. Ebenso für solche, die sexuell belästigt werden oder sich zum Beispiel bei einem Date unwohl fühlen und nicht wissen, wie sie der Situation entfliehen können.

Wie funktioniert Luisa?

Mit der Frage „Ist Luisa hier?“ können sich Frauen an das Personal oder den Barkeeper wenden und bekommen von diesen unmittelbar und vor allem diskret Hilfe. Die Frauen können im Anschluss selbst entscheiden, ob sie die Polizei oder einen Freund/eine Freundin anrufen oder beispielsweise von einem Taxi abgeholt und nach Hause gebracht werden wollen. Auf die Möglichkeit hingewiesen wird man durch Flyer oder Werbeplakate, die gut sichtbar an der Eingangstür oder an Spiegeln in den Toiletten kleben. Das Konzept ist zwar für Frauen gemacht, allerdings können genauso Männer um Hilfe fragen.

Woher kommt Luisa?

Luisa ist hier! wurde im Dezember 2016 vom Münsteraner Frauen-Notruf gegründet und ist Teil der Präventionskampagne „Sicher feiern“. Das Konzept wurde von dem englischen Projekt „Ask for Angelina“ inspiriert, das ihren Ursprung in Lincolnshire in England hat. Der Name Luisa wurde unter anderem aufgrund der Bedeutung – „die Kämpferin“ – gewählt, außerdem ist dieser auch in lauter Umgebung noch gut verständlich.

Wo ist Luisa schon?

In vielen Bundesländern Deutschlands, sowie beispielsweise in Bayern, sind Projekte wie „Luisa“ schon integriert. Auch in Ebersberg soll „ist Luisa da?“ bald eingeführt werden, allerdings sind die Umsetzungen des Projekts durch Corona unterbrochen worden. Sobald es möglich ist, werden diese aber wieder aufgenommen.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier:
https://frauennotruf-ebersberg.de/?page_id=3568/#praevention

Ähnliche Kampagnen:
> Seit Februar 2018 gibt es in Tübingen die Kampagne „Arbeitet Uli heute?“, die unter anderem auch bei rassistischen Angriffen Hilfe ermöglichen.
> In Vorarlberg wurde im April 2017 das Projekt Lotta mit dem Code „Ist Lotta da?“ ins Leben gerufen, das dem Projekt „Luisa“ in Zielen und der Umsetzung sehr gleicht.

Luisa-ist-hier! Kontakt:
Homepage: https://luisa-ist-hier.de/
Kontakt:
Frauen-Notruf Münster e.V.
Tel. 0251 9873999
koordinierungsstelle.luisa@frauennotruf-muenster.de   

Arbeitet Uli heute? Kontakt:
Homepage: https://adis-ev.de/arbeitet-uli-heute-kampagne-fuer-mehr-sicherheit-im-tuebinger-nachtleben

Ist Lotta da? Kontakt:
Homepage: https://ist-lotta-da.at/index.php/kontakt

Heimwegtelefon

Naa, ist es wieder mal spät geworden und du musst dich alleine auf den Heimweg machen?
Dir wäre es lieber in Begleitung zu sein?
Dann zögere nicht, das von ehrenamtlichen Personen angebotene Heimwegtelefon unter 030 / 12074182 (deutschlandweit) zu nutzen.
Diese werden dich über das Telefon auf deinem Heimweg nach Hause begleiten, damit du sicher Zuhause ankommst.

Aktionen gegen K.O.-Tropfen

Der kommunale Jugendschutzbeauftragte hat gemeinsam mit der Gesundheitsregion plus die Aktion Safe it first! gestartet. Sie möchten mit ihrer Aktion: „Safe it first! Mit uns gegen K.O.-Tropfen“ mittels zweier Gegenstände, die sog. Bsafe discs und Spikeys, auf die Gefahren von K.O.-Tropfen hinweisen. Bsafe Disc und Spikeys mit Aktionskarte können selbstverständlich Getränke und Flaschen nicht völlig schützen! Vielmehr sind sie dazu gedacht, die Aufmerksamkeit von Partygänger*innen auf die Gefahren von K.O.-Tropfen zu lenken und eine Diskussion zu Schutzmaßnahmen anzufachen!

Mehr zu der Aktion unter: Präventive Jugendhilfe > Beratung und Präventionsangebote